Mitmachbörse des NABU Ostholstein-Süd

Wer möchte in welcher Arbeitsgruppe mithelfen oder eine der vakanten Betreuer-Aufgaben übernehmen? Es stehen Werkzeuge wie Leitern, Motorsensen, ein Flaschenzug für die großen Fledermauskästen sowie Obstpflücker und Kleingerät zur Verfügung. Kleinwerkzeug steuert jeder selbst bei. Für jedes der Themen gibt es erfahrene Mitarbeiter, die neue Helfer gerne einweisen und beratend zur Seite stehen. Niemand wird ins kalte Wasser geworfen !

 

Ein Wort zur Sicherheit: Diese Arbeiten wurden vom Vorstand beauftragt, damit sind die helfenden NABU-Mitglieder über die Vereinshaftpflicht versichert. Jeder macht auch nur das, was er sich zutraut. Sicherheit geht vor!


Mitmach-Angebote der einzelnen Arbeitsgruppen

Jahresbäume

Für jeden bislang gekürten Jahresbaum wurde ein Beispiel-Exemplar im Bad Schwartauer Stadtgebiet ausgewählt – mal durch den NABU im öffentlichen Raum gepflanzt, mal aus dem Bestand gesucht. Die Bäume sollen jeweils ein Namens-Schild mit einem QR-Code erhalten, der mit weiteren Infos im Internet verbindet, Entwürfe gibt es bereits. Angedacht ist auch die Planung eines Rundweges, um alle Bäume zu erwandern. Dazu sind Mitmacher herzlich willkommen.

Curauer Moor

Im Curauer Moor gibt es eine Feuchtwiese mit angrenzendem Niedermoor/Sumpfanteilen, welche dem NABU Lübeck gehört. Die Fläche ist an einen örtlichen Landwirt zur extensiven Beweidung verpachtet. Da die Fläche für Lübecker noch weiter entfernt liegt, als für uns, haben wir kürzlich zum ersten Mal Pflegemaßnahmen durchgeführt, welche waren: Kopfweidenschnitt, Entfernung alter Zaundraht, Reparatur Schutzzaun eines Gagelstrauches. Zukünftige Pflegemaßnahmen 1-2 jährlich: Baumschnitt, Kontrolle/Reinigung/Reparatur Nistkästen vor Beginn der Brutzeit. Mithilfe ist sehr willkommen. Arbeitseinsätze werden über die Aktivenliste bekannt gegeben.

Düwelsspieskammer

Bei dieser Wiese handelt es sich um eine Parzelle Kirchenland, die noch teilweise durch Kleingärtner genutzt wird. Das Gelände befindet sich zwischen der unteren Pariner Straße und dem Areal des Anglervereins. Der Name weist spöttisch auf die schlechte Bodenqualität hin („des Teufels Speisekammer“). Die Fläche ist durch Wasseraustritte aus der Böschung vernässt, ältere Gräben sind weitgehend zugewachsen. Die Kirche hat den örtlichen Naturschutzverbänden die aufgelassene Teilfläche im Jahr 2004 für vorerst 20 Jahre zur Nutzung überlassen.

Die Freifläche ist mit Obstbäumen bestanden und wird durch Mahd offengehalten, die Kopfbäume werden regelmäßig gekappt. Für diese Arbeiten werden noch Mitstreiter gesucht. Die Gruppe (zurzeit 2-4 Personen) trifft sich dazu im Herbst etwa 3x für je 2-4 Stunden. Infos und Bilder zu unseren Streuobstwiesen finden sich hier --> Streuobstwiesen

Fledermauskästen

Die Standorte der Kästen sind in Plänen verzeichnet, die aktualisiert werden – Plangrundlagen werden beschafft. Die Reinigung (etwa 70 Großraumhöhlen und kleine Kästen) erfolgt mindestens zweimal jährlich. Dazu verabreden sich Trupps von je 5-7 Personen und laufen etwa 4 Std. lang die Kästen mit Leiter und Werkzeug ab. Die Kästen werden per Flaschenzug abgeseilt und am Boden kontrolliert und gereinigt, auch der Tier-bestand wird geprüft und dokumentiert. In etwa 2x4 Std. kann ein Reinigungsgang erledigt werden, das ist je nach Jahreszeit und Besatz sehr unterschiedlich. Wer diese Arbeit kennen lernen möchte, kann gerne einmal mitlaufen und sich alles anschauen, oder auch mit anpacken. Fotos und weitere Infos gibt es hier --> Fledermaus- und Vogelkästen

Vogelkästen

Auch für diese Kästen gibt es Lagepläne, der Ablauf ist ähnlich wie oben beschrieben. Hier sind kleinere Trupps ausreichend, die Kästen werden nur einmal jährlich im Spätherbst gereinigt.

Vogel des Jahres

Für den jeweils vom NABU Bundesverband ausgerufenen Jahresvogel werden umfangreiche Info-Materialien, bspw. zum Bau von Nisthilfen, für Schulen oder Ausstellungsbanner zur Verfügung gestellt. Wir suchen jemanden, der sich damit befasst und etwas daraus macht, bspw. eine Ausstellung organisiert (Banner bestellen, Räume organisieren, Werbung machen) oder etwas für Schulen anbietet, z.B. beim Walderlebnistag. Es gibt viele Möglichkeiten, jede*r kann sich nach seinen Interessen und Fähigkeiten einbringen.  Weitere Infos zum Thema unter --> Vogel des Jahres

Schwalben (Nisthilfen, Schwalbenhäuser)

Häuser, an denen Angebote für Schwalben installiert wurden, können auf Wunsch mit einer Plakette als „schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet werden, nähere Infos gibt es hier. Wer mitmachen möchte, kann lokal für das Projekt werben, Interessierte kontaktieren und beraten sowie die Verleihung durchführen.

 

Dieses Thema umfasst auch die Untersuchung von Vorkommen und Gefährdungen sowohl der Mehlschwalben und Rauchschwalben als auch der Mauersegler. Hier wäre es spannend, mehr über die Verbreitung der Arten in den Gemeinden zu erfahren, die zu unserem Einzugsbereich gehören. Wer hat Lust, zu kartieren und Informationen zusammen zu tragen? Außerdem planen wir die Aufstellung eines weiteren Schwalbenhauses (siehe Website), auch dafür (Organisation) sind Helfer willkommen.

Lebensraum Kirchturm

Auch dieses Projekt des NABU dient der Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten. Denn Kirchtürme sind optimale Orte, um Brutstätten für Turmfalken, Fledermäuse, Schleiereulen, Dohlen und andere Arten einzurichten. Kirchen, die sich besonders für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche anbringen können. Ins Leben gerufen wurde die Aktion im Jahr 2007 mit dem Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen. Damals war der Turmfalke „Vogel des Jahres“– ein Vogel, der wie kaum ein anderer auf Nistmöglichkeiten in Kirchtürmen angewiesen ist. Auch dieses Projekt braucht weitere Unterstützer*innen im Gebiet Ostholstein-Süd.

Streuobstwiesen

Der NABU Ostholstein-Süd betreut mehrere Streuobstwiesen, für die immer mal wieder Pflegearbeiten unterschiedlichster Art anfallen. Hier suchen wir für Menschen, die Lust haben, Pflegearbeiten zu übernehmen und zu koordinieren. Im Einzelnen sind das folgende Wiesen:

 

Am Kleikamp und Baumreihen am Bruhn-Weg (Verlängerung Kleikamp)

Die Wiese wurde als Ausgleichsfläche von der Stadt Bad Schwartau angelegt. Sie beinhaltet etwa 120 Bäume in diversen Arten. Die Fläche ist eingezäunt und wird im Sommerhalbjahr durch einen externen Schäfer mit Schafen beweidet. Für diese Wiese suchen wir aktuell einen Betreuer, der anstehende Pflegearbeiten koordiniert und organisiert. Das sind bspw. die Kontrolle, das Nachrichten und Erneuern von Stammschutzgittern je nach Bedarf, kleinere Reparaturen am Außenzaun und am Schafunterstand sowie kleinräumige Mäharbeiten, wo Brennessel und Brombeere sich zu stark ausdehnen. Weitere 20 Bäume stehen am angrenzenden Bruhnweg innerhalb einer Strauchpflanzung, Alter zwischen 2 und 5 Jahren. Die jährliche Pflückaktion wird zusammen mit den anderen Wiesen geplant. Der Baumschnitt wird von der Stadt beauftragt und bezahlt.

 

Osterkampsredder (Gr.oß Parin, Ostseite)

Auf 1,4 ha stehen rund 70 Obstbäume diverser Arten, die zwischen 15 und 20 Jahre alt sind. Die Streuobstwiese ist in Besitz eines NABU-Mitgliedes und wird durch ein weiteres Mitglied hauptsächlich betreut die Wiese. Dies umfasst Kontrollen, das Abschleppen im Frühjahr und Mahd im Sommer (wird zurzeit vergeben, auf Teilflächen Beweidung). In Randbereichen und rund um den Stamm ist im Juni bzw. im Spätsommer Nachmähen erforderlich.

Der zugehörige Knick wurde im letzten Winter geknickt. Das Buschholz soll im Herbst 2022 teilweise als Benjes-Hecke aufgesetzt, ansonsten geschreddert und das Schreddergut verteilt werden. Für diese Arbeitseinsätze werden jeweils einige Helfer*innen gebraucht. Im Herbst organisieren wir mehrere Pflücktermine (koordiniert mit den anderen Obstwiesen), zu denen dann je 3-4 Helfer*innen erforderlich sind, die auf- und abbauen, die Gäste betreuen, Pflückhilfen verteilen usw.

 

In de Röth (Groß Parin-Mitte, am Wanderweg zur Schwartau)

Auf dieser kleineren Wiese (0,9 ha) in Groß Parin stehen 28 Obstbäume, die überwiegend im Jahr 2008 gepflanzt wurden. Die Fläche gehört den Landesforsten, die das Gelände dem NABU überlassen hat. Die Wiese wird durch die Bruhnstiftung unterstützt, die auch die Finanzierung der Wiese übernommen hatte.

Es gibt eine Hauptbetreuerin, die aber noch Unterstützung für die anstehenden Arbeiten benötigt. Dies sind bspw. das Überprüfen und Bekämpfen des Bestandes von Jakobskreuzkraut. Zurzeit wird die Fläche als Gegenmaßnahme 1-2x durch einen Unternehmer gemäht. Als Eigenleistung bleiben das Nachmähen am Zaun und an den Stämmen per Freischneider. Zum Schutz vor Verbiss haben die Stämme Dreiböcke mit Draht oder Drahthosen, die mehrfach jährlich kontrolliert und ggf. erneuert werden müssen. Auf dieser Wiese wurde der Baumschnitt bislang in Eigenregie durchgeführt. Wir würden gerne mehrere Helfer*innen soweit einweisen, dass dies so weitergeführt werden kann.

Wer Interesse hat oder sich zu den einzelnen Aufgaben genauer informieren möchte, kann uns gerne eine Email senden: info@nabu-ostholstein-sued.de