Betreuung der Obstwiese "Am Kleikamp"


Bericht und Bilder über die Arbeiten am Kleikamp von Elizabeth Untermann/Helmut Jordan

Die Stadt Bad Schwartau hat 1907 der Ortsgruppe des NABU Bad Schwartau die 1,2 ha große Fläche am Kleikamp zur Betreuung übergeben.

Sie wurde als Streuobstwiese mit ca 150 Obstbäumen bestückt, von denen jetzt aber höchstens noch 120 Bäume vorhanden sind. In der Mitte der Fläche befindet sich eine kleine Insel, die von einem breiten Graben rundherum umgeben ist. Sie hat den Anschein einer kleinen Motte (Schutzburg im Mittelalter).

Helmut Jordan vom NABU BS hatte vor wenigen Jahren zusammen mit einem führenden Archäologen der Hansestadt Lübeck  Sondierungen auf dem "Burghügel" durchgeführt und keine Fundamente, weder aus Ziegeln oder anderem Material gefunden (was auf ein "Lusthaus" des 19.Jhdts. hätte schließen können, wie von anderer Seite vermutet), sondern "nur" Humus, also Zerfallsprodukt von Holz. Mehr wäre von einer hölzernen Turmhügelburg des frühen Mittelalters auch nicht mehr zu erwarten gewesen.


Die Uferböschungen verwilderten immer mehr durch Weidengehölze. Teilweise konnte man den Wassergraben gar nicht mehr erkennten. Florian Haist und Helmut Jordan der NABU Ortsgruppe versuchten, alle relevanten Zweige und Bäume mittels Kettensägeneinsatz abzusägen. Dies gelang soweit, bis auf die - nach mehreren Jahren - festgewurzelten Stammstücke ,  wofür schwereres Gerät benötigt wurde. 


Es wurde die Firma Harry Karrenberger beauftragt, mit großem speziellem Bagger die steil abfallenden Uferböschungen auf einer Seite  von den großen Büschen zu befreien. Die Maßnahme war wichtig, um Amphibien wie Fröschen, Echsen, Lurchen und Schlangen eine Refugium zu schaffen. Es blieben aber auch genügende Büsche stehen, um hier den Vögeln Unterschlupf zu geben.

Nebenbei wurde dem Rehwild, das immer wieder über den die Streuobstwiese umgebenden Zaun sprang, die Remise genommen. Es schälte die Baumstämme und Obstzweige ab und richtete somit großen Schaden an. Später fand es den Weg zurück nicht mehr. Im Sommer wird die Fläche von Schafen abgegrast.

 

Die Streuobstwiese bedarf weiterhin der Pflege. Geplant ist, die Schutzdrähte bei den Obstbäumen zu kontrollieren, teilweise abzunehmen oder nach Bedarf zu ersetzen. Das sollte nach Terminabsprache erfolgen bevor die Säfte wieder steigen und bevor die Schafe auf die Flächen kommen!

Außerdem sollte die Wildheckenpflanzung auf der Westseite zumindest da, wo erforderlich, von störendem Bewuchs befreit werden. Diese Hecke, die gleich links hinter dem Einlass anfängt, ist ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt (dies war ein großes Anliegen von Helmut Jordan und seiner verstorbenen Frau, die damals ca. 130 Pflanzen gesetzt hatten).

 

Es wäre schön, wenn sich mehr Menschen bereit finden würden, hier aktiv mitzuhelfen.

Ansprechpartner

Helmut Jordan

E-Mail: huhjordan@aol.com

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