Betreuung der Obstwiese "Am Kleikamp"


Die Stadt Bad Schwartau hat 1907 der Ortsgruppe des NABU Ostholstein-Süd (damals OG Bad Schwartau) die 1,2 ha große Fläche am Kleikamp zur Betreuung übergeben. Sie wurde als Streuobstwiese mit ca 150 Obstbäumen bestückt, von denen jetzt aber höchstens noch 120 Bäume vorhanden sind. In der Mitte der Fläche befindet sich eine kleine Insel, die von einem breiten Graben rundherum umgeben ist. Sie hat den Anschein einer kleinen Motte (Schutzburg im Mittelalter).

Helmut Jordan vom NABU hatte vor wenigen Jahren zusammen mit einem führenden Archäologen der Hansestadt Lübeck  Sondierungen auf dem "Burghügel" durchgeführt und keine Fundamente, weder aus Ziegeln oder anderem Material gefunden, sondern "nur" Humus, also Zerfallsprodukt von Holz. Mehr wäre von einer hölzernen Turmhügelburg des frühen Mittelalters auch nicht mehr zu erwarten gewesen.


Die Uferböschungen verwilderten immer mehr durch Weidengehölze. Teilweise konnte man den Wassergraben gar nicht mehr erkennen. Florian Haist und Helmut Jordan der NABU Ortsgruppe versuchten, alle relevanten Zweige und Bäume mittels Kettensägeneinsatz abzusägen. Dies gelang soweit, bis auf die - nach mehreren Jahren - festgewurzelten Stammstücke,  wofür schwereres Gerät benötigt wurde. 


Die Firma Harry Karberg wurde beauftragt, die steil abfallenden Uferböschungen auf einer Seite  von den großen Büschen zu befreien. Die Maßnahme war wichtig, um Amphibien wie Fröschen, Echsen, Lurchen und Schlangen ein Refugium zu schaffen. Es blieben aber auch genügend Büsche stehen, um hier den Vögeln Unterschlupf zu geben.

Nebenbei wurde dem Rehwild, das immer wieder über den die Streuobstwiese umgebenden Zaun sprang, die Deckung genommen. Es schälte die Baumstämme und Obstzweige ab und richtete somit großen Schaden an. Im Sommer wird die Fläche von Schafen beweidet.

 

Die Streuobstwiese bedarf weiterhin der Pflege. Zu den Pflegemaßnahmen gehört u.a. die Stammschutzgitter bei den Obstbäumen zu kontrollieren, teilweise abzunehmen oder nach Bedarf zu ersetzen. Diese Hecke, die gleich links hinter dem Einlass anfängt, ist ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt (dies war ein großes Anliegen von Helmut Jordan und seiner verstorbenen Frau, die damals ca. 130 Pflanzen gesetzt hatten).

Ansprechpartner

Wird aktuell gesucht, bis dahin:

 

Carolin Welchert

carolin.welchert@nabu-ostholstein-sued.de

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